vollromanzen

so eine kleine feine maus
die würde mir gut stehen
ich nähm sie mit zu mir nach haus
und würde mit ihr gehen

doch ginge ich nicht nur mit ihr
ich tät auch mit ihr tanzen
zu einem stückchen vom klavier
würd ich sie vollromanzen

ich läg sie schräg in meiner balz
und hielte sie im arme
ich küsste sie von kopf bis hals
und fummelte am farne

ich kniete nach dem abendtee
vor ihren langen beinen
und ließe sie durch teelichte
gleich tausendfach bescheinen

sie wäre eine klasse frau
und trüge stiefletten
zu netzstrümpfen in dunkelblau
und dampfte zigaretten

wir würden zur verrichtung schreiten
und uns sanft entrüsten
ich würd an ihr hinuntergleiten
spielend mit den brüsten

sie machte ach und gäbe schnauf
und wollte mehr bekommen
ihr herz ging langsam für mich auf
sie sähe nur verschwommen

sie liebte mich in ewigkeit
das wollt ich gern erreichen
und nimmer gäb es herzeleid
wir zwei wärn eines gleichen

© all rights reserved. Mark Max Henckel

Schreibe einen Kommentar